Was ist Usability? Eine Definition.

Usability (ausgesprochen "Jusebilliti", hier anhören) ist ein Begriff aus der englischen Sprache, der sich in etwa mit "Gebrauchstauglichkeit" übersetzen lässt. Gebrauchstauglichkeit von Dingen im Alltag. Diese Dinge können alles Mögliche sein, zum Beispiel eine Maschine, ein Werkzeug, eine Bedienungsanleitung oder eine Internet-Seite.

Gebrauchstauglich ist etwas dann, wenn die Aufgabe, für die dieses Ding gedacht ist, auch damit gelöst werden kann. Und zwar möglichst verständlich und mit dem Ergebnis, das sich der Benutzer vorstellt.

Leider trifft das selten zu. Wie oft stand ich schon vor der Mikrowelle im Büro und wollte einfach nur die Watt-Zahl und Laufzeit einstellen. Eine typische Aufgabe, wie ich finde. Aber die Knöpfe und Anzeigen lassen keine effiziente Lösung der Aufgabe zu. Ich fühle mich regelmäßig trotz Hochschul-Abschluss der Mikrowelle unterlegen und würde sie am Liebsten in die Tonne treten.

Aber keine Sorge, es wird besser. Seit einigen Jahren etabliert sich das Berufsbild des Usability-Engineers. Dessen Aufgabe besteht darin, ein Ding möglichst optimal gebrauchstauglich zu machen, also die Usability zu verbessern.

Für eine gute Usability gibt es viele Faustregeln, aber auch weltweit anerkannte ISO-Normen (zum Beispiel die ISO 9241-11). Usability basiert also nicht nur auf einem guten Gefühl, sondern durchaus auch auf wissenschaftlichen Methoden. Kunden-Umfragen, Anwendungs-Beobachtungen im Labor, Psychologie, alles gehört dazu. Aber natürlich auch Erfahrung und Wissen über aktuelle technische Entwicklungen.

Eine gute Usability kann Leben retten. Ich habe bislang noch keinen Feuerlöscher benutzt. Aber ich denke, dass er soweit optimiert wurde, dass jeder ohne Erfahrung und in einer Stresssituation sofort weiß, was damit zu tun ist. Ich hoffe, ich irre mich nicht.

Und wenn Usability gerade keine Leben rettet, dann wird sie zum Beispiel deinen Online-Shop verbessern. Wenn die Besucher deines Online-Shops sofort finden, was sie suchen, dann werden sie es auch dort kaufen, wenn ihnen keine weiteren Hürden in den Weg gestellt werden. Gute Usability macht Spaß. Die Kunden bedienen dein Produkt gerne, weil es ihnen den Alltag einfacher macht. Und sie empfehlen es ihren Freunden weiter. Die Kunden in den Mittelpunkt stellen, ihre Anforderungen und Bedürfnisse zu kennen, wird sich für Dich auszahlen.

In diesem Blog gebe ich einen Einblick in das Leben eines Usability-Engineers. Und über den Kampf mit den alltäglichen, aber nicht gebrauchstauglichen Dingen, denen ich mich genau wie Du stellen muss.


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